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Markenmanager

Ein Markenmanager beschäftigt sich mit weit mehr als mit Marketing. Das Markenmanagement hat einen viel breiteren Wirkungsgrad.

Warum? Marken als kollektive Gedankengebilde steuern das Verhalten, sowohl von Mitarbeitern als auch von Kunden. Das bedeutet für den Markenmanager, dass er sich mit dem beschäftigt, was ein Unternehmen besonders gut kann und idealerweise über einen langen Zeitraum hinweg in gleichbleibender Qualität: den Spitzenleistungen.

Wenn es ihm gelingt, aus den Spitzenleistungen ein besonderes Qualitätsargument abzuleiten, kann sich das Unternehmen damit vom Wettbewerb differenzieren und höhere Preise verlangen. Ziel eines Markenmanagers ist es, durch sämtliche unternehmerische Aktivitäten und durch Markenkommunikation die Wahrnehmung der Stakeholder mithilfe dieses Qualitätsarguments zu gewinnen und die Wiedererkennung zu steigern. Nur wenn das Qualitätsargument an allen Kontaktpunkten spürbar wird – was man auch als Markenversprechen bezeichnen könnte – kann es ständig aufs Neue bewiesen werden.

Der Markenmanager steuert unternehmensweit die Markenaktivitäten und unterstützt andere Mitarbeiter bei ihren Markenaufgaben. Er achtet darauf, dass die Markenwerte im Unternehmen spürbar werden und alle Maßnahmen auf die Markenpositionierung einzahlen. Mithilfe operativer Werkzeuge, zum Beispiel den Markenregeln, sorgt er dafür, dass die Marke an möglichst allen Kontaktpunkten spürbar wird und die Mitarbeiter, welche die einzelnen Kontaktpunkte betreuen, markenkonform agieren.

Ein Markenmanager lebt die Marke täglich, er hat stets Interesse an Themen wie Markenaufbau, Markenpositionierung oder Markensteuerung. Er versprüht Begeisterungsfähigkeit und Freude. Seine tägliche Arbeit ist gekennzeichnet von Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis, Konsequenz und Geduld.

Denn seine Arbeit an der Marke, für die er eventuell einen Markenberater mit an Bord holt, ist ein langjähriger Prozess, der keine schnellen Erfolge produziert, sondern langfristig profitables, unternehmerisches Wachstum generiert. Das wichtigste Wort eines Markenmanagers ist dabei „Nein". Nur wenn er klare Grenzen setzt, kann sich die Marke innerhalb dessen voll entwickeln.

 

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