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Nachhaltigkeit und Profitabilität: Gutes tun ist profitabel

Nachhaltigkeit darf und soll profitabel sein. Aber worauf ist zu achten, damit das klappt? Darüber diskutierte Klaus-Dieter Koch mit Mag. Dr. Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank, und Sarah Böhmer, Brand Consultant und Studienautorin, angeregt im virtuellen Kamingespräch für CEOs und Führungskräfte. Es war ein wunderbarer Austausch vielschichtiger Perspektiven.

Lesen Sie hier die wichtigsten Erkenntnisse:

1. Nachhaltigkeit ist nicht nur Pflicht, sondern auch unternehmerische Chance:

Häufig nehmen Unternehmen nur in einzelnen Geschäftsfeldern ökologische Verbesserungen vor, etwa im Einkauf, der Produktentwicklung und Produktion. So entsteht aber keine Differenzierung, die auf lange Sicht Bestand hat. Vielmehr wird das zum Standard.

Impact Brands hingegen begreifen die Nachhaltigkeit als übergeordnete Sichtweise: Sie erkennen Missstände und globale Herausforderungen (ökologisch, sozial und ökonomisch). Diesen wollen sie mit einem profitablen Geschäftsmodell begegnen und Lösungen schaffen.

2. Menschen wollen Teil der Lösung sein:

Das ist einer der Gründe, weshalb Impact und Good Brands immer beliebter werden. Marken sind anziehungsstark, wenn sie den Konsumenten attraktive Lösungen bieten, die ihrem Verantwortungsbewusstsein entsprechen und sie nicht dazu zwingen, zu verzichten oder die zweitbeste Alternative zu wählen.

3. Die Herangehensweise von Impact Brands ist profitabel:

Dass sich das Vorgehen von Impact Brands lohnt – dafür gibt es mittlerweile einige Beispiele. Etwa die Marke Tony's Chocolonely mit der Impact Mission „zusammen machen wir Schokolade 100% sklavenfrei". Sie ist – 2005 gegründet – mittlerweile Marktführer in ihrem Herkunftsland, den Niederlanden. Oder die Marke Patagonia, die ihren Umsatz in von sechs Jahren verdreifachen konnte, während der Umsatz anderer Outdoor-Bekleider stagnierte. Auch die Renditen nachhaltiger Anlagen sind lukrativ. Sie stehen konventionellen Anlagen nicht zwingend nach.

4. Die soziale Komponente der Nachhaltigkeit wird unterschätzt:

Es geht beim Thema Nachhaltigkeit nicht nur um Umweltschutz, CO2-Ausstoß, Biodiversität und ähnliche ökologische Aspekte. Es geht auch um Soziales: etwa um Bildung, Gleichberechtigung und Diversität. Damit positionieren sich allerdings nur wenige Unternehmen, wenn es um Nachhaltigkeit geht. In diesem Bereich schlummert für viele Marken Potential – insbesondere für innovative, neue Ansätze – über die bloße Verbesserung bestehender Lösungen hinaus.

5. Die Bankenbrache braucht völlig neue Kompetenzen:

ESG-Kriterien (Environmental = Umwelt, Soziales und Governance = verantwortungsvolle Unternehmensführung) spielen in der Kreditvergabe eine immer größere Rolle, die Regulatorien nehmen stetig zu. Das führt dazu, dass Banken entsprechende Kompetenzen im Bereich Umweltwissenschaft und Soziologie brauchen, um solche Engagements professionell beurteilen zu können.

Erfahren Sie weitere Insights in dem Themenfeld "Nachhaltigkeit und Profitabiltität".