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Margarete Steiff - Gründerin einer erfolgreichen Marke

Margarete Steiff - Gründerin einer erfolgreichen Marke

Kommentar

Heute ist der 175. Geburtstag von Margarete Steiff, die knapp 30 Jahre nach ihrer Geburt den Grundstein für die heute weltbekannte Spielwarenmarke Steiff legt. Anlässlich ihres Geburtstages drei „Steiff-Stories“, die den Erfolg der Marke erklärbar machen und auch auf Margarete Steiff zurückgehen.

1. Der Gründungsmythos

Margarete Steiff erkrankte bereits früh in ihrer Kindheit an Kinderlähmung. Trotz dieses harten Schicksals entwickelte sie eine außerordentliche Lebenslust, erlernte das Nähhandwerk und eröffnete entgegen allen damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten ihr eigenes Filzkonfektionsgeschäft. Damit kreierte sie gleichzeitig unbewusst einen der spannendsten Gründungsmythen einer deutschen Marke, von der die Marke noch heute zehrt.

2. Der Knopf im Ohr ist kein Werbe-Gag und auch kein Zufall

5 Jahre vor ihrem Tod wurde der heute weltbekannte Knopf im Ohr von einem ihrer Neffen – Franz Steiff – entwickelt und ist bis heute einer der ikonischen Erkennungsmerkmale der Steiff Kuscheltiere. Heute gelten die Plüschtiere als die teuersten der Welt. Die Erfindung des „Knopf im Ohr" war dabei allerdings niemals ein reiner Werbegag oder gar Zufall. Vielmehr war es bereits früh der Versuch die bereits damals erbrachten Spitzenleistungen in die Wahrnehmung zu bringen. Die notwendige Wertschöpfung für die hohen Investitionen in die Qualität und Materialien wurde dadurch kreiert und sich gleichzeitig gegen Nachahmer gewappnet. Bis heute ist das damals von Margarete Steiff vorgelebte Qualitätsverständnis eines der Grundprinzipien der Marke – was z.B. durch das nur wenige Jahre dauernde Intermezzo mit einer Produktionsverlagerung nach China zwischen 2003 und 2008 dokumentiert wurde. In China konnte niemand die hohen Standards der Marke erfüllen, weshalb sich die Marke schnell wieder für einen Rückzug entschied.

3. Markendehnung – aber mit klarem Fokus

Mit ihrer Handarbeit und dem Nähhandwerk gab Margarete Steiff der Marke eine natürliche Markengrenze vor, die die Marke allerdings dadurch nicht auf Spielwaren beschränkt. Der Einstieg der Marke in die Bekleidungsindustrie ist ein gelungenes Beispiel für die Markendehnung. Die Kinderkleidung und Textilwaren passen zur Markengrenze, werden von einem ikonischen und klar erkennbaren Steiff Plüschlogo geziert und werden vor allem nicht von Steiff selbst produziert, sondern durch eine Lizenz von einem spezialisierten Modehersteller – allerdings nach den Qualitätsstandards, die Steiff vorgibt. Somit bleibt Steiff in der Produktion klar auf die Spielwaren fokussiert, kreiert aber für die Marke mehr Sichtbarkeit, Cross-Selling Effekte und mehr Kontaktpunkte mit den Steiff-Fans, da Kleidung einen höheren Umschlag als bspw. Teddybären haben.

In dem Sinne herzlichen Glückwunsch Margarete Steiff!

 

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