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Banken müssen umdenken  -  Photo by rawpixel.com from Pexels

Deutsche Banken sollten ihren Risikovorständen Chancenvorstände gegenüberstellen – auf Augenhöhe, um an der digitalen Transformation teilnehmen zu können.

Die Chancen erkennen, nicht nur Risiken: Banken müssen umdenken

Deutsche Banken müssen umdenken, damit sie an der digitalen Transformation teilnehmen können. Neben dem Risikovorstand brauchen sie auch einen Chancenvorstand. Es kommt darauf an, Chancen zu erkennen und diese schneller zu nutzen als der Wettbewerb.

Vergleichsweise simple Applikationen wie N26 machen den deutschen Banken Angst. Jene, die entscheidend dazu beitragen haben, dass Deutschland aus dem Wirtschaftswunder heraus zum Exportweltmeister wurde. Jene, die mitgeholfen haben, den deutschen Mittelstand zum bewunderten und nachhaltig erfolgreichsten Geschäftsmodellexport zu entwickeln.

Ob Robo Advisor, Crowdfunding oder Peer-to-Peer-Kredite: Jede Regung in der digitalen Industrie wird von der Finanzindustrie aufs Genaueste erfasst, beobachtet und – bestenfalls schlecht kopiert (Paydirekt). Das geht nun schon über 16 Post-New-Economy-Jahre so.

Was ist der Grund für dieses kundenferne, geradezu ängstliche Verhalten und das oft erratische Vorgehen? Eine kollektive Erstarrung auf der Vorstandsetage? Unfähigkeit? Ignoranz? Angst?

Banken haben das falsche Mindset

In unserem Beratungsalltag gewannen wir ein anderes Bild: In der deutschen Finanzindustrie arbeiten viele kluge Köpfe, die wissen, was sie können. Sie sind gut informiert und wissen, was der Zeitgeist geschlagen hat. Sie sind gut ausgebildet, in der Welt herumgekommen, umgänglich und intelligent. Sie entsprechen dem Gegenteil des Bildes, das die Medien so gerne zeichnen: das der raffgierigen Bonusbanker.

Auf der Suche nach der Ursache fanden wir eine andere Antwort: Es ist der Risikovorstand. Nicht die Person an sich, sondern das Mindset, das dazu geführt hat, eine solche Position einzurichten.

Lassen wir die Anforderungen der Regulierung einmal kurz beiseite. Banker verdienen Geld, indem sie Risiken jener Unternehmen und Menschen, denen sie Geld leihen, möglichst gut einschätzen und bewerten. Soweit, so gut. Nur: Das Mindset der digitalen Welt ist anders. Es ist chancenorientiert, nicht risikoorientiert.

Chancen schneller nutzen – darauf kommt es an

Das Streben aller Gründer, ihrer Finanziers (wo sind da eigentlich die Banken?) und ihrer Verbündeten ist einzig und allein auf Chancen ausgerichtet. Risiken werden – so gut es geht – eingehegt, damit sie diese Chancen nicht mindern.

Wenn sich Unternehmen erneuern wollen, müssen sie lernen, Chancen schneller zu entdecken als die Wettbewerber und diese in bessere Lösungen umsetzen. Risiken spielen erst dann eine Rolle, wenn sie zutage treten.

Die intensive Auseinandersetzung mit den Lebensknappheiten und den Schmerzen der Kunden, die konsequente Suche nach Ideen und Vorbildern sowie der unbedingte Wille, das eigene Geschäftsmodell zu zerstören, bevor es andere tun: Das sind die Zutaten für erfolgreiche Chancensucher.

Der CEO muss in den Attackemodus wechseln

Mit neuen Produkten und Applikationen allein ist dieser Kampf nicht zu gewinnen. Denn in der digitalen Welt gibt es kein Produkt mehr ohne Geschäftsmodell.

Um die digitale Transformation nicht in der Opferrolle begleiten zu müssen, sondern an dieser engagiert teilzunehmen und von den Umwälzungen maximal profitieren zu können, wäre das womöglich ein Ansatz: Dass die deutschen Banken ihren Risikovorständen Chancenvorstände gegenüberstellen – auf Augenhöhe.

Der Kampf „Risiko versus Chance" muss auf oberster Ebene geführt werden, damit der CEO gute Entscheidungen treffen kann. Damit er nicht nur den Mangel und den Niedergang verwaltet, sondern in den Attackemodus wechselt. Damit sich der Wirtschaftsstandort Deutschland auch in der weltweiten Finanzindustrie an die Spitze setzen kann.

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Dann freuen wir uns auf Ihre E-Mail.

 

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