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Wer einen „Moonshot“ erfolgreich meistern will, muss mutig neue Wege gehen. Sicher ist: Nicht jeder wird gelingen. Bildquelle: © 3dsculptor / Fotolia 

Moonshot Thinking: Wie Sie mit Ihrer Marke das Unglaubliche erreichen

Was tun, wenn Sie mit Ihrem Unternehmen Unglaubliches, Großes erreichen wollen – mehr als die ewig kleinen Erfolge in kleinen Schritten? Wir empfehlen „Moonshot Thinking“: mit Ihrer Marke als sicheren Piloten hinter dem Steuerruder. Damit bleiben Sie auf Kurs und nutzen Ressourcen, die Ihr Unternehmen beschleunigen.

Hier ist nicht die Rede von schön klingenden Worten, die als „Unternehmensvision“ ihren ewigen Frieden in der Schreibtischschublade finden. Es geht um ein Bild, das aus Ihren Spitzenleistungen heraus entwickelt wird und die Grenzen Ihrer derzeitigen Logik überschreitet.

Stellen Sie sich einen Zeitreisenden in Europa vor, der im Jahr 1052 in das Jahr 1652 springt. Vom Mittelalter in die frühe Neuzeit – 600 Jahre Fortschritt und Wachstum in nur wenigen Sekunden. Wäre dieser Zeitreisende in der Lage gewesen, die vorgefundene Welt zu verstehen? Ja, wäre er. Der Buchdruck hätte ihn sicherlich beeindruckt, die religiöse Spaltung verwundert und die Folgen des 30-jährigen Krieges erschüttert, aber grundsätzlich wäre seine Inklusion mühelos verlaufen.

Anders erginge es einem Menschen, der aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in den 20. Juli 1969 reist. Gerade noch faszinierte ihn das erste elektrische Licht im Wohnzimmer – und im nächsten Moment erfährt er von der Mission Apollo 11 und der bemannten Mondlandefähre Eagle. Diese 120 Jahre Fortschritt und Wachstum hätten unseren Zeitreisenden vollständig überfordert.

Gehen wir zwei Generationen weiter, in unsere Gegenwart: Wir reden von Bitcoins, Virtual Reality und künstlicher Intelligenz (AI). Für die vollständige Überforderung brauchen wir keinen Zeitreisenden mehr, sondern lediglich einen Durchschnittsbürger.

Wir leben in einer Zeit, in der Fortschritt und Wachstum keine Grenzen kennen. In unseren globalisierten und übersättigten Märkten gibt es mehr Chancen, als Organisationen bewältigen können. In dieser turbulenten Zeit werden nur diejenigen erfolgreich sein, die klares Profil zeigen, schnelle Entscheidungen treffen können und ihr größtes Potential fördern und einsetzen: die Mitarbeiter sowie ihre Bereitschaft, den schnellen Wandel zu gestalten.

Wie also werden Sie und Ihre Mitarbeiter entscheidungsfähig und enthusiastisch für Veränderung? Wie können Sie Fortschritt und Wachstum in Ihrem Unternehmen generieren?

Mit der Marke verankern Sie das „große Denken" in Ihrer Unternehmenskultur

Festhalten an Strukturen, nur um der Strukturen willen – das ist eine Unart des Gewohnheitstiers in uns. Dabei zeigt die Geschichte: Was sich bewährt, wird bleiben. Alles Weitere wird Opfer des Besseren. Wer Sicherheit in äußeren Umständen sucht und nicht in der Entwicklungskraft seines Unternehmens, gerät früher oder später in einen Zustand der Verunsicherung. Ein Teufelskreis mit verheerende Folgen.

Stellen Sie sich eine Frage: Besitzen Sie ein „Big Picture" – ein großes, inspirierendes und motivierendes Zielbild, an dem sich alle Mitarbeiter orientieren und das Ihr Unternehmen bewegt?

Hier ist nicht die Rede von schön klingenden, jedoch leeren Worten, die als „Unternehmensvision" ihren ewigen Frieden in der Schreibtischschublade finden. Es geht um ein Bild, das glaubwürdig aus Ihren Spitzenleistungen heraus entwickelt wird und gleichzeitig die Grenzen Ihrer derzeitigen Logik überschreitet.

Innovative Geister wie das Gründerduo Larry Page und Sergey Brin (Google) prägen hierfür einen neuen Terminus – „Moonshot Thinking" ist jetzt das Synonym für die Freude an disruptiver Veränderung.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, kundenrelevante Spitzenleistungen zu erbringen und – unabhängig von Wettbewerb und Ökonomie – das Bessere kontinuierlich selbst zu entwickeln.
„Moonshot Thinking" – der Weg zu neuen Spitzenleistungen

John F. Kennedy fragte einst Wernher von Braun, den deutschen Raketeningenieur, was es brauche, um einen Mann auf den Mond zu befördern und sicher zurück auf die Erde zu bringen. Seine Antwort: „The will to do it!"

1961 fällt die Entscheidung, bis zum Ende des Jahrzehnts den ersten Amerikaner auf dem Mond landen zu lassen. Ob das Ziel wirklich bereits 1969 erreicht wurde oder ob es das Meisterstück der Propaganda im Kalten Krieg war, ist hier irrelevant: Es ging darum, ein „Big Picture" zu erschaffen, das weit über die derzeitigen Kenntnisse des Machbaren hinaus ging und 400.000 Mitarbeiter sowie eine ganze Nation begeisterte.

Ein neues gemeinsames Bild fokussiert neue Ideen und motiviert zu neuen Höchstleistungen. In der Methode „Moonshot Thinking" sind die drei wichtigsten Learnings für eine erfolgreiche Unternehmensführung verdichtet:

1. Faktor zehn schlägt zehn Prozent

Fortschritt und Wachstum? Ja – aber bitte Schritt für Schritt oder Schrittchen für Schrittchen. Das „Groß Denken" wird in einer Gesellschaft systematisch abtrainiert. Mit der Folge, dass es sich anfühlt wie ein harter, knapp gewonnener Kampf, wenn die unternehmerischen Kennzahlen um einige Prozent verbessert werden konnten.

Werden Ziele um die zehn Prozent gesetzt, wird lediglich versucht, aus Bestehendem, bereits Durchdachtem noch ein bisschen mehr rauszuholen. Und selbst, wenn sich inkrementelles Wachstum einstellt, schwindet schnell die Motivation der Mitarbeiter.

Unerwarteterweise kann die Kennzahlenentwicklung für den Faktor Zehn leichter sein als jene für die vermeintlich realistischere Dimension der zehn Prozent. Eine Verzehnfachung verändert das Spiel. Sie verlangt neue Perspektiven, um kreative Lösungen zu entwickeln.

Kennedy erkannte damals: Die größeren Herausforderungen entfachen mehr Faszination, mehr Leidenschaft, mehr Fortschritt und Wachstum.

2. Die Kunst des schnellen Scheiterns

Wer einen „Moonshot" erfolgreich meistern will, muss neue Wege gehen. Sicher ist: Nicht jeder wird gelingen. Stellen Sie sich darauf ein, dass 99 Prozent Ihrer Versuche zunächst scheitern werden. Dennoch ist es entscheidend, neue Lösungsideen nicht zu lange zu durchdenken: Wer neue Resultate erreichen will, sollte unmittelbar beginnen zu handeln.

Der Erfolg im unvermeidlichen Scheitern liegt darin, dass dies schnell erkannt wird. Darum sollten frühzeitig Feedbackschleifen im Prozess eingebaut werden, damit gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen werden können. Hier passt ein Bonmot aus der Startup-Szene: „Fail fast and fail forward!"

3. Die richtige Unternehmenskultur

Die Straße zu großen Zielen ist mit Fehlversuchen gepflastert. Für eine gute Fahrt auf der Überholspur sollten Unternehmen ihre Einstellung – das Denken, Fühlen und Handeln – gegenüber dem vermeintlichen Scheitern ändern. Die Unternehmenskultur, ein Konglomerat verschiedener Gruppengewohnheiten, sollte Risikofreude und Kreativität anerkennen. Jene, die stetig außerhalb der Komfortzone handeln, müssen sich auf die Unterstützung aus den eigenen Reihen verlassen können.

Ein Fehler bedeutet in erster Linie eine Chance, um zu lernen – es sei denn, er wird in gleicher Weise ein zweites Mal begangen. Dann ist es Dummheit.

Ebenso entscheidend wie die Freude am Lernen im Unbekannten ist die Lust am Wandel. Wer Vertrauen und die nötige Freiheit schenkt, um neue Wege zu entdecken, bringt eine frische Dynamik in die Unternehmenskultur. Wichtig ist, dass jeder einzelne Mitarbeiter den Handlungsrahmen– sprich, das Werteset der Marke – kennt, damit die Weiterentwicklung des Unternehmens in selbstähnlicher Form garantiert ist.

Nur mit einem starken Charakter kann Ihre Marke auch in Zeiten des Wandels für Kunden verständlich und attraktiv bleiben. Bereits bei der Mitarbeiterauswahl empfiehlt es sich, den guten „Fit" vor die guten „Skills" zu stellen.

Auf dem Weg zum Mond erbrachten die USA viele neue Spitzenleistungen. Von der Bürgerrechtsbewegung und Martin Luther Kings legendärer Rede 1963 bis zur Erfindung des Arpanets (dem Vorläufer des heutigen Internets) im Jahr 1969: Großes Denken und schnelles Scheitern wurden zum Motor für Fortschritt und Wachstum. Das war die damalige innere Haltung und damit ein Wert des „American Dream". Die Unabhängigkeitserklärung der USA gab jedem Einwohner Stabilität, Sicherheit und die Gewissheit, ein Teil einer großen Bewegung zu sein.

Marke gibt Stabilität im Wandel

Moonshots entstehen im Raum zwischen kühnem Denken und purer Science Fiction. Exponentiellem Denken kann nur exponentielles Wachstum folgen und die Vermutung liegt nahe, dass wir uns heute, im Jahr 2018, in der Nähe des „Tipping Points" befinden. Während sich im 18. Jahrhundert das Wissen der Menschheit etwa alle 50 Jahre verdoppelte, geschieht das heute bereits alle zwei bis drei Jahre. Die Zeiten sind vorbei, in denen große Unternehmen die kleinen vernichteten – heute frisst das Agile das Starre.

Für Ihren Moonshot brauchen Sie Mut für schnelle Entscheidungen und Vertrauen in die Fähigkeiten des gesamten Unternehmens, damit Sie das Big Picture realisieren können. Es ist Ihre Marke, die Ihnen das nötige Selbstvertrauen bietet.

Fortschritt und Wachstum bedürfen einer tiefen Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen. Die Verdichtung Ihrer Spitzenleistungen zu Markenkernwerten gibt Ihrem Unternehmen Profil und Handlungsrahmen zugleich. Für Ihre Mitarbeiter bedeutet das eine Identifikationschance und klare Grenzen, dank derer sie selbstständig, im Sinne des Unternehmens, entscheidungsfähig sind.

Die Marke bietet damit die nötige Agilität, um die Herausforderungen des schnellen Wandels zu meistern – aber auch die Stabilität, um als Leuchtturm und Identifikationsrahmen das Vertrauen der Mitarbeiter und Kunden zu erhalten. Sie sorgt für das Gleichgewicht im Spannungsfeld aus Beständigkeit und Weiterentwicklung.

 

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Alexandra Fischbäck freut sich über Ihre E-Mail.

 

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