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„Kein Mensch will von einer nicht erfolgreichen Luxusfirma ein Luxusprodukt erwerben. Für Meissen wird es deshalb noch schwerer werden, wenn dieser Verlust die relevante Öffentlichkeit erreicht.“ 

Klaus-Dieter Koch im MDR: Hat die Porzellanmanufaktur Meissen eine Zukunft?

Am Montag (25. Januar) nahm Klaus-Dieter Koch an einer TV-Diskussion über die defizitäre Manufaktur Meissen teil. Hat die Luxusmarke eine Zukunft?

Es ist ein Thema, das die Sachsen aktuell schwer beschäftigt: Die » Porzellanmanufaktur Meissen schreibt tiefrote Zahlen. Mehr als 19 Millionen Euro Verlust im Jahr 2014, das ist ungefähr die Hälfte des Umsatzes. Und weil es ein Staatsunternehmen ist, müssen die Bürger mit ihren Steuern dafür aufkommen. Wie soll es also weitergehen mit der Luxusmarke Meissen? Sind Politiker überhaupt in der Lage, eine Luxusmarke zu führen? Darüber wurde Montag abend (25. Januar) in der MDR-Sendung „Fakt ist!“ eine Stunde lang diskutiert: » Die Marke Meissen - Luxus aus dem Steuersäckel?

Zu den Teilnehmern gehörte unser Gründer Klaus-Dieter Koch. Er prognostiziert: Meissen wird auch in Zukunft Probleme haben. „Kein Mensch will von einer nicht erfolgreichen Luxusfirma ein Luxusprodukt erwerben. Für Meissen wird es noch schwerer werden, wenn dieser Verlust die relevante Öffentlichkeit erreicht. Denn Luxus zu kaufen ist wie ein Stück Erfolg zu kaufen“, betont Koch.



Dennoch sei Meissen für ihn eine faszinierende Weltmarke – „aber auch ein Paradebeispiel dafür, was man mit einer Marke alles falsch machen kann“. So sei an der absolvierten Neuausrichtung – der Einstieg in neue Luxussegmente, wie es Meissen zum Beispiel in die Textilbranche gewagt hat – grundsätzlich nicht Falsches: „Aber wie man es gemacht hat, war ein Fehler.“ So habe Meissen das Basisgeschäft vernachlässigt und die Zahl der Kontaktpunkte, an denen eine Marke erlebt werden kann, schrumpfte: „Eine Marke ist aber mehr als ein Produkt. Es geht um ein Gefühl, um Herkunft, um Sachsen.“

Auch die mangelnde Konzentration auf die Kernkompetenz Porzellan kritisiert Koch. Zum Beispiel komme seitdem auf der Startseite der Website das Wort Porzellan kein einziges Mal vor: „Das ist eine Ignoranz, die ist tödlich.“ Genau das Gegenteil sei richtig: „Sie müssen das Kernprodukt verherrlichen!“



An der Diskusssion nahmen zudem teil: Daniela Kuge (CDU-Landtagsabgeordnete), Sebastian Scheel (Landtagsabgeordneter Die Linke) sowie Peter Anderson (Journalist). Es moderierte Andreas F. Rook.
 

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