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Beste Milch aus Vorarlberg: In der Markenkommunikation für Alma wird die Produktionsqualität der Bergsennereien deutlicher als bisher hervorgehoben. 

„Wir wollen das Authentische der Marke Alma erlebbar machen“

Die Privatkäserei Rupp möchte die Werte seiner Käsemarke Alma stärker betonen: Bäuerliche Tradition, Stolz, Qualitätsstreben, Naturverbundenheit und Bregenzerwald. Die Brand Managerin Julia Jussel besuchte dazu den Markenlehrgang.

Julia Jussel arbeitet seit 2012 als Brand Managerin bei der » Privatkäserei Rupp AG im österreichischen Vorarlberg. Dort ist sie für die » Traditionsmarke Alma verantwortlich. Zuvor war sie Senior Produktmanagerin bei der Wolford AG sowie beim Vorarlberger Landestheater Marketingleiterin.

Frau Jussel, die Privatkäserei Rupp arbeitet seit 2008 mit Brand:Trust zusammen. Damals übernahm Rupp die Marke Alma und es gelang, diese markenstrategisch sinnvoll ins Unternehmen zu integrieren. Alles ist in Ordnung – warum haben Sie trotzdem den 5. Markenlehrgang besucht?

Julia Jussel: Weil ich noch recht neu bin. Erst seit 2012 bin ich Brand Managerin der Marke Alma. In meiner Anfangsphase bekam ich immer wieder von erfahrenen Mitarbeitern zu hören: „In der Positionierung steht aber...“ Damit meinten sie das „Alma Brand Book“, in dem Brand:Trust alles zur » Markenstrategie zusammengefasst hat. Aber ich wollte die über 500 Seiten nicht einfach lesen. Denn lesen bedeutet nicht, alles sogleich umsetzen zu können – trotz meiner Markenerfahrung. Ich wollte die Logik dahinter kennenlernen, also habe ich den Markenlehrgang besucht. Nun fühle ich mich sehr sicher, mir ist alles klar.

Was wurde Ihnen im Markenlehrgang zum Beispiel besonders klar?

Julia Jussel: Vor allem, dass in der Markenstrategie das Potential steckt, um erfolgreich zu werden –  sofern man sie konsequent durchzieht und das Wort „Nein“ benutzt, wenn es sein muss. Mehr denn je habe ich deshalb den festen Vorsatz, konsequent zu bleiben und die Marke Alma nicht zu verwässern.

Außerdem habe ich verstanden, wie fruchtbar es für die » Markenentwicklung sein kann, kontroverse Meinungen an einen Tisch zu bringen und zu diskutieren. Während des Markenlehrgangs war ich im Team, das für » Risch Shoes eine Markenstrategie entwickelte. Da trafen viele unterschiedliche Meinungen und Denkweisen aufeinander. Dennoch kam die Gruppe, nach lebhaften Diskussionen, zu einem gemeinsamen Ergebnis, mit dem wir alle sehr zufrieden waren. Während des Markenlehrgangs habe ich auch wertvolle Kontakte geknüpft, die ich weiter pflegen werde.

Bevor Sie zu Rupp kamen, waren sie Senior Produktmanagerin im Modeunternehmen Wolford AG und in der Kultur – wie kam es, dass Sie sich 2012 für eine Käsemarke entschieden?

Julia Jussel: Stimmt, eine Lebensmittelmarke ist für mich neu. Aber mich überzeugte das Echte, Ursprüngliche der Marke Alma, die es immerhin schon seit 1921 gibt. Ihre Werte sind nicht erfunden, sondern authentisch, ehrlich, voller Tradition. Diese Markenwerte haben mich einfach fasziniert.

Was sind Ihre nächsten Ziele für die Marke Alma?

Julia Jussel: Wir wollen das Authentische der Marke noch stärker hervorheben und erlebbar machen. Hier stehen wir erst am Anfang. Aber die Marke besitzt eine starke » Positionierung – und damit eine sehr gute Grundlage. Unsere Markenkernwerte eignen sich sehr gut, um Aktionen und passende Inhalte zu entwickeln: Bäuerliche Tradition, Stolz, Qualitätsstreben, Naturverbundenheit und Bregenzerwald. Aus dem Stand könnte ich zwei Seiten voller Themen aufschreiben, die zur Marke passen.

Welche Inhalte passen denn zur Marke Alma?

Julia Jussel: Solche, die das Echte und Traditionelle betonen. Seit Mai versenden wir einen Newsletter, der viermal im Jahr erscheint. Im ersten berichteten wir, passend zur Jahreszeit, über den Alpsommer und über Biokräuter, die wir für den Alma Käse „Kräuterschatz“ verwenden. Zudem haben wir die Rubrik „Alma-Tratsch“ eingeführt, in der wir Alma-Themen humorvoll aufgreifen. In der ersten Ausgabe ging es um die weiße Haube der Bregenzerwälder Tracht. Die Alma Sennerin in der „Juppe“ ist ja unser Markenzeichen.

Für die Content-Produktion nutzen wir nicht nur hausinternes Wissen. Für die Recherche rundum die weiße Haube habe ich sogar mit einigen Museen gesprochen. Die Inhalte gewinnen dadurch an Qualität. Ich möchte in der Markenkommunikation noch viel mehr in die Tiefe gehen, zum Beispiel eine Alma-Kuh vorstellen.

Alma ist „die Käsemarke der Sennerinnen und Senner“. Binden Sie diese Geschäftspartner in Ihre Markenstrategie ein?

Julia Jussel: Gerade weil wir die Marke Alma erlebbar machen und ihre Werte stärker hervorheben wollen, planen wir eine stärkere Einbindung. Auf unserer neuen Website, die seit Januar 2013 online ist, stellen wir erstmals die drei Alma-Bergsennereien vor – zuvor haben wir sie gar nicht beworben. Die Marke Alma arbeitet von den insgesamt 139 Sennalpen in Vorarlberg mit 80 zusammen. Davon wurden 3 als Alma Bergsennereien ausgelobt.

Der Wille, die Bergsennereien stärker einzubeziehen, führte uns natürlich zu einer wichtigen markenstrategischen Frage: Wie können wir alle unter der Dachmarke Alma versammeln und zugleich den Charakter jeder einzelnen Bergsennerei bewahren? Uns ist eine gute Kombination gelungen. Zum Beispiel benutzen die Sennereien ein Logo, das beides erkennbar macht: sowohl ihren Namen als auch ihre Zugehörigkeit zur Marke Alma.

Die Marke Alma nimmt öfter auf Veranstaltungen teil – und auch dort arbeiten wir gut zusammen. Auf der Genussmesse „Best of Vorarlberg“ in Bregenz im Juni 2013 zum Beispiel stellten wir mit der Bergsennerei Lutzenreute aus. Zum ersten Mal war ein Modell mit dabei, das die Bregenzerwälder-Tracht trug und als Alma auftrat. Es war unglaublich, wie viele Messebesucher sich mit Alma fotografieren lassen wollten. Wir freuen uns sehr, dass unsere Markenbotschafterin so gut ankommt. Für uns heißt das: Alma wird auf vielen weiteren Events mit dabei sein.

Welche weiteren Pläne haben Sie, um die Marke Alma stärker erlebbar zu machen?

Julia Jussel: Wir haben noch viel vor, zum Beispiel haben wir das touristische Potential Almas noch nicht ausgeschöpft, mit dem wir die Markenkernwerte Bregenzerwald und Naturverbundenheit betonen können. Zwar schlagen wir seit längerem Wanderungen zu unseren Sennereien vor, doch wir haben sie nicht konsequent vermarktet. Also haben wir einen Folder erstellt, in dem wir Wanderwege zu unseren Sennereien vorschlagen – der liegt nun in den Hotels in der Nähe aus. Hier können wir noch einiges bewegen, etwa durch Kooperationen.

Frau Jussel, herzlichen Dank für das Gespräch.

Die Marken Rupp und Alma: Die Privatkäserei Rupp kaufte 2008 den Konkurrenten Alma. Brand:Trust begleitete den Integrationsprozess, damit sich die beiden Marken nicht kannibalisierten. Die Marken Rupp und Alma werden seit Januar 2013 von einem neuen vierköpfigen Team betreut: Jeweils ein Produktmanager und Brand Manager arbeitet für eine der Marken. Die Brand Manager sind für die strategische Ausrichtung der Marke zuständig und verantworten zugleich das Marketing.


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