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Europa braucht nach dem Brexit-Schlag eine neue, faszinierende Zukunftsidee, der sich Menschen anschließen wollen. Wirtschaftliche Vorteile genügen nicht. 

Die Marke Europa ist zum Ladenhüter verkommen

Bitter, aber wahr: Im Geschäft wäre die Marke Europa ein Ladenhüter. Der Brexit zeigt, wie viel Anziehungskraft sie in den vergangenen Jahren verloren hat.

Wer nach dem Brexit auf den EU-abtrünnigen Briten herumhackt, schlägt den Sack – und meint den Esel. Denn die Wahrheit ist: Die Marke Europa hat durch eigenes Verschulden so viel an Anziehungskraft verloren, dass die Fans nun untreu werden.

Würde man die Marke Europa in ein Verkaufsregal stellen, bliebe sie ein Ladenhüter. Jeder kennt sie, aber niemand will sie. Europa ist zur „Out-Brand“ verkommen. Sie kann die Fragen nicht beantworten, die Menschen an eine starke Marke binden würde:

  • Was ist die dramatische Mission der 28 Mitgliedsländer der EU, was ist ihre zentrale Markenidee?
  • Wo liegt die höhere Bedeutung, der Sinn – jenseits von bürokratischen Regeln, dem Euro und einer freien Wirtschaft?
  • Was will die Marke Europas der Welt Bedeutungsvolles sagen, außer sich selbst als Lebens- und Wirtschaftsraum für 330 Millionen Menschen zu verwalten und zu verteidigen?


Dieses Defizit erklärt, warum die Skepsis der EU-Bürger in die eigene Institution stetig gewachsen ist. Sie haben es satt, dass „Nettozahler“ und „Nettoempfänger“ dieser Gemeinschaft sich gegenseitig aufrechnen, wer mehr einzahlt als er herausbekommt und umgekehrt. Das Argument, wie wichtig die EU-Solidarität sei, wirkt nicht mehr, wenn jeder EU-Staat vor allem seine eigenen Interessen vertritt.

Die Zerstörung der Marke Europas hat begonnen

Sie wollen nicht noch mehr EU-Regelungen, die schuld sind am wachsenden Bürokratismus. Würde ein Markenunternehmen derartige Symptome aufzeigen, die Diagnose wäre klar: Die Zerstörung von innen nach außen hat unaufhaltsam begonnen.

Europa braucht nach dem Brexit-Schlag eine neue, faszinierende Zukunftsidee, der sich Menschen anschließen wollen. Eine solche Idee kann sich nicht auf wirtschaftliche Vorteile beschränken, nicht auf Homogenisierung von Standards und nicht auf eine einheitliche Währung.

Warum könnte Europa nicht zu jener Destinationsmarke der Welt werden, zu der die Menschen wegen ihrer Leistungskraft, das gesellschaftliche Leben nachhaltig zu gestalten, aufschauen? Europa – und damit die EU – könnte der Kontinent sein mit…

  • der höchsten Lebensqualität
  • der besten Gesundheitsversorgung
  • der höchsten Bildung
  • der geringsten Arbeitslosigkeit.


Viele Länder Europas haben in diesen Bereichen schon Trumpfkarten in der Hand – und könnten anderen auf das gleiche Niveau verhelfen. Einer solchen Marke würde man beitreten wollen. Und niemand müsste fürchten, dass es nach dem Brexit noch andere EU-Exits geben könnte.

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